Sonntag, 26. Februar 2017

Rezension --> Jo Berger - Kick Off, Fünf Ladies auf Abwegen



Als Testleserin durfte ich als eine der ersten dieses etwas andere Buch von Jo Berger in die Hand nehmen, allerdings beeinflusst mich das überhaupt nicht in meiner Meinung. Dankeschön für dein Vertrauen, Jo ;)

Carla, Bankerin, hat die Schnauze voll. Es war so schön gemütlich in ihrem Job, bis die Bank aufgekauft wurde. Nun geht es nur noch um den Gewinn und die Ersparnis, wobei letztere natürlich nur die *kleinen* Angestellten betrifft.
So kann es nicht weitergehen und sie sinnt auf Rache. Da dies allein nicht zu schaffen ist, plant sie diese mit vier Freundinnen, die sofort Feuer und Flamme sind.

Schaffen die fünf es, ihren Plan in die Tat umzusetzen?

Oder wirft das Leben alles über den Haufen?


Humorvoll und erheiternd fand ich alle Bücher von der charismatischen Autorin, die ich bisher gelesen habe, aber mit "Kick Off" schießt sie den Vogel ab.
Ich habe Tränen gelacht über so manche ihrer Ideen und Formulierungen, ekelte mich bei einer bestimmten Tätigkeit von Carlas neuem Chef, der sich als echter Kotzbrocken herausstellt, ihre Vergleiche mit der Tierwelt (wobei die Tiere wesentlich sympathischer sind als die Menschen denen sie gegenübergestellt werden) und ihre Beschreibungen der Protagonisten allgemein.
Ich kann nur darum bitten, mehr in dieser Art zu schreiben, denn so was hab ich in meinem langen Buchleben noch nicht gelesen.

Passend dazu das Cover mit den Einschusslöchern, deren Sinn nach dem Schmökern dieser Lektüre klar wie Kloßbrühe ist.

Wer herzhaft lachen und ein paar Stunden alle Fünfe gerade sein lassen will, muss dieses Buch lesen. Und damit ihr auch wisst, was ich meine, hab ich hier noch zwei Zitate für euch:

>>Die beste Zeit ist die, die du nicht geplant hast. Der beste Moment ist der, der aus dir heraus geboren wird. .... <<

>>Die Zeit im Bus und in der U-Bahn allerdings zog sich wie der frühmorgendliche Naseninhalt meines verstorbenen Mannes, sag ich euch.<<

Neugierig geworden? Ab 1. März 2017 könnt ihr es kaufen ;)

Von mir gibt es fünf Chaospunkte, am liebsten für jede der Schlüsselfiguren


Freitag, 24. Februar 2017

Blogtour --> Quo: Die Dunkelheit hinter den Sternen (Zwischen Licht und Dunkel)

Ich weiß, es sind noch vier Wochen, bis wir starten, aber Daten und Themen stehen und damit ihr euch schon mal darauf vorbereiten könnt, verrate ich euch meine zweite März Blogtour einstweilen


Noch arbeiten wir daran, aber es wird *hoff

Dienstag, 21. Februar 2017

Blogtour --> News

Im März werde ich mich an zwei Blogtouren beteiligen, eine war ursprünglich für den Februar geplant, aber das hat nicht hingehauen. Ihr dürft euch also freuen.

Zunächst geht es um eine Krimi-Neuerscheinung und dann um was Fantastisches, ihr erfahrt mehr, sobald die Themen und die Daten stehen.

Vorfreude ist doch die schönste Freude, oder?

Sonntag, 19. Februar 2017

Interview --> Katharina Burkhardt

Katharina entdeckte ich durch ihren Roman "Ebbe und Glut" und wusste quasi nichts von ihr. Mich reizte einfach ein Buch, das in Hamburg spielt und wie ihr meiner Rezension entnehmen könnt, war ich hin und weg, ebenso von ihrem zweiten Buch "In meinem Herzen nur du". Wir hatten dann lockeren Kontakt bei FB und irgendwie wartete ich nur auf eine Neuerscheinung.
Um so erstaunter war ich beim Bloggertreffen auf der Buchmesse am Stand des "Autorensofas", dass sie dazugehörte.
DAS war mir irgendwie vollkommen entgangen (aber ich kann es ja immer auf mein Gen schieben, ihr wisst schon, das mit dem Chaos ;) ) und da sie auch keine Ahnung hatte mich zu treffen, war die Freude riesengroß auf beiden Seiten.

Ihr dürft sie auch gerne ansprechen, wenn ihr durch meine Lieblingsstadt lauft und sie seht, vor allem natürlich, wenn ihr ihre Bücher kennt, die wirklich ausgesprochen lesenswert sind.





Steckbrief
Name: Katharina Burkhardt
Geboren am/ in: 29.10.1967 in Freiburg - manchmal wundere ich mich etwas über das Datum …
Wohnort: Hamburg
Familienstand: Single
Kinder: keine


Am liebsten hab ich: Ach, so vieles … Zeit zum Schreiben, Sonnenschein, Blumen auf dem Schreibtisch, spannende Bücher, meine Familie, das Meer, Pferde (obwohl ich schon ewig nicht mehr im Sattel saß) …

Gar nicht mag ich: früh aufstehen, Geiz, Engstirnigkeit, Menschenmengen, Hass, religiösen Fanatismus

Erzähl doch ein bisschen über dein bisheriges Leben
Als Kind hatte ich zwei Träume: Ich wollte Schriftstellerin werden und ein eigenes Pferd haben. Das mit der Schriftstellerei hat endlich geklappt. Das mit dem Pferd (noch?) nicht, obwohl ich den größten Teil meines Lebens geritten bin.
Ich bin ein Naturkind, aufgewachsen in Häusern mit großen Gärten, umgeben von Wiesen und Wäldern. Im Meer zu baden, finde ich paradiesisch. Unter einem Baum auf einer Wiese zu liegen und Figuren in den Wolken zu entdecken, auch. Warum ich seit bald zwanzig Jahren mitten in der Großstadt lebe, verstehe ich manchmal selbst nicht. Immerhin gucke ich ins Grüne und habe einen Balkon, auf dem es im Sommer üppig blüht.
Ich bin sehr protestantisch erzogen worden. Mein Vater war Pastor, wir lebten in einer Gemeinschaft, in der Religion eine große Rolle spielte. Nach meinem Studium (Angewandte Kulturwissenschaften) habe ich zehn Jahre für die Evangelische Kirche als Referentin für Medienpädagogik gearbeitet. Heute spielt Kirche in meinem Leben überhaupt keine Rolle mehr. Stattdessen schreibe ich unter Pseudonym sehr erotische Bücher, die bei meinen früheren Weggefährten wohl zu leichten Irritationen führen würden.
Ich war nie verheiratet, habe mich aber mehrfach richtig fett verliebt und bin eine hoffnungslose Romantikerin. Meine Beziehungen werden mit zunehmendem Alter immer unkonventioneller. Ich mag es, dass kaum noch jemand etwas von mir erwartet („mein Haus, mein Mann, meine Kinder …“).
Meine Familie spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben. Ich habe sechs Neffen und Nichten und zu allen eine enge Bindung. Irgendwann schreibe ich mal den großen Familienroman.
Manchmal staune ich, dass ich schon so alt bin. In meinem Kopf bin ich immer noch das zwanzigjährige total schüchterne Mädchen, das in Gegenwart Fremder kaum den Mund aufkriegt und darauf wartet, dass sein Leben endlich beginnt.



Wie bist du dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Ich hatte schon als Kind ständig Geschichten im Kopf. Erst habe ich sie mit meinen Puppen nachgespielt, dann in ein Schulheft geschrieben. Aber bis wirklich lesbare Romane entstanden, hat es dann doch erstaunlich lange gedauert. An meinem ersten Roman saß ich über drei Jahre. Da war ich bereits Anfang dreißig. Er wurde nie veröffentlicht. Bis auf das erste Kapitel, das wurde in einem Literaturjahrbuch abgedruckt und brachte mir eine Lesung im Hamburger Literaturhaus ein. Ich war selten so stolz und so aufgeregt.
Ich schreibe komplexe, tiefgründige Liebesromane, weil ich es kann. Krimis fallen mir bedeutend schwerer, zu Fantasy habe ich keinen Zugang, für Historisches fehlt mir das Expertenwissen. Meine Nichte liegt mir seit vielen Jahren in den Ohren, dass ich ein Buch für sie schreiben soll. Aber Kinderbücher kann ich auch nicht. Inzwischen ist sie siebzehn und ich denke, dass ich es allmählich hinkriegen könnte.



Du magst Menschenmengen gar nicht :O Umso mehr freue ich mich, dich in Frankfurt kennengelernt zu haben<3 Und tatsächlich sieht man dir dein Alter nicht an, geschweige denn die Pastorentochter ;) Ich kann mir nun immer besser vorstellen, warum du für dein zweites Schreibbein ein Pseudonym gewählt hast und auch wenn du nicht verstehen kannst, dass du in der Großstadt lebst, bei deiner Liebe zum Meer (immerhin ist HH ja näher dran als FB und ich weiß nicht, ob ich dich und deine Bücher entdeckt hätte, wenn sie in FB spielen würden)


Was hat dich bewogen nach HH zu übersiedeln? Möchtest du dort so richtig alt werden oder irgendwann wieder näher zur Familie?
Ich bin in Freiburg geboren und in Bielefeld aufgewachsen. Als ich 17 war, trat mein Vater eine neue Arbeitsstelle am Rand von Hamburg an. So landete ich im Norden. Mittlerweile habe ich den größten Teil meines Lebens hier verbracht und möchte nicht mehr fort. Ich mag die Menschen, die Stadt, die Elbe. Nur das Wetter … nun ja, man kann nicht alles haben.



Woher nimmst du die Ideen zu deinen tatsächlich komplexen, tiefgründigen Liebesromanen? Hast du schon einen neuen im Hinterkopf*hibbelhibbel?
Die Ideen gelangen auf unterschiedlichsten Wegen zu mir. Manchmal blitzt eine wie ein Funke auf, ich greife danach und spüre, dass sie zu brennen beginnt. Manchmal sehe ich Menschen auf der Straße, die mich inspirieren (auf diese Weise machte ich die Bekanntschaft mit Arthur aus „Ebbe und Glut“). Die Idee zu „In meinem Herzen nur du“ kam mir, als ich eine Reportage über Hochzeitstourismus in Dänemark sah. Es sind Sätze, Gesten, Bilder, ein einziger Blick, eine kleine alltägliche Situation - unbemerkt bleiben sie haften und tauchen unvermutet wieder auf, wenn ich am Schreibtisch sitze.
Im Hinterkopf habe ich sogar gleich mehrere Romanideen. Aber sie brauchen Zeit, um zu reifen.



Was hat dich bewogen der *Firma* „Das Autorensofa“ beizutreten? Hast du dadurch Vorteile bzgl. deiner Schreiberei?
Schreiben ist eine recht einsame Angelegenheit, vor allem, wenn man als Selfpublisher unterwegs ist. Da geht es ja nicht nur ums Schreiben, sondern um die ganze Vermarktung. Alles muss man alleine entscheiden und machen. Das ist mühsam. Hinzu kommt der immer größere Konkurrenzdruck. In der Masse geht man schnell unter. „Das Autorensofa“ bietet mir zweierlei: Austausch mit Kollegen und mehr Sichtbarkeit durch die Gruppe. Ich bin sehr froh über diese Gemeinschaft, habe da schon tolle Unterstützung erhalten.



Und ich bin sehr froh, dass du dich dem Sofa angeschlossen hast, konnten wir uns doch endlich mal - wenn auch nur kurz - in echt erleben.

Vielen Dank für deine Zeit, meine Liebe. Ich warte dann geduldig, bis deine Ideen ausgereift sind und du sie zu Papier gebracht hast, auch wenn es schwerfällt.


Interview --> Rose Snow

Es zog sich etwas hin, bis ich alle Antworten des Autorinnenduos hatte, aber viel wichtiger ist ja auch, dass die Mädels Bücher schreiben, ganz tolle Bücher und das von Anfang an zusammen und fast ganz ohne Streitereien ;)

Treffen könnt ihr sie in Wien und in Hamburg und irgendwo dazwischen auch immer wieder mal, so wie ich im letzten Oktober in Frankfurt und sie freuen sich über jedes neue Gesicht in ihrer Leserschaft, also unbesorgt anquatschen




Steckbrief
Name: Rose Snow aka Ulli & Carmen
Geboren am/ in: 11.05.81 und 30.09.80 in Wien
Wohnort: Hamburg & Wien
Familienstand: glücklich vergeben
Kinder: insgesamt 6


Am liebsten haben wir: Zeit zum Ausschlafen, inspirierende Gespräche über neue Buchideen und entzückende E-Mails von begeisterten Lesern!

Gar nicht mögen wir: die Steuererklärung, Rosenkohl und kranke Kinder!

Erzählt doch ein bisschen über euer bisheriges Leben
Gerne! Wir heißen Ulli & Carmen, wurden beide in Wien geboren und haben uns in der Schule kennengerlernt. Dabei haben wir gleich gemerkt, dass wir in puncto Humor auf derselben Wellenlänge lagen. Nun sind wir seit mittlerweile 22 Jahren befreundet und in dieser Zeit hat sich natürlich einiges geändert (zum Beispiel unser Faible für schwarze Kleidung, inzwischen tragen wir auch gerne bunte Sachen), aber die wirklich wichtigen Dinge sind gleich geblieben. Denn abgesehen von unserem schrägen Humor verbindet uns auch die Liebe zu Büchern und natürlich zum Schreiben. Tatsächlich haben wir schon in der Schule unsere ersten Geschichten geschrieben (bevorzugt in der Chemiestunde) – und sind unserer Chemielehrerin im Nachhinein unglaublich dankbar, dass sie uns das hat durchgehen lassen.



Wie seid ihr dazu gekommen, zu schreiben? Und warum ausgerechnet in diesem Genre?
Wie schon gesagt, hat es bei uns in der Schule begonnen. Nach unserem Abschluss haben wir dennoch unterschiedliche Berufe ergriffen, 1000 Kilometer Entfernung zwischen uns gebracht und unsere Familien gegründet. Dabei haben wir einander aber nie aus den Augen verloren. Und als wir beide in Elternzeit waren, haben wir beschlossen, unseren lang gehegten Traum zu verwirklichen und gemeinsam ein Buch zu schreiben.

Damals haben wir die Urversion der „Acht Sinne“ geschrieben und das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir mit dem Schreibvirus infiziert waren. Nach dem ersten „Acht Sinne“-Roman kam eine Phase des Ausprobierens, wo wir an vielen unterschiedlichen Schreibwettbewerben teilgenommen haben. Als wir einen davon schließlich mit einem humorvollen Text gewonnen haben, entstand daraus unser Chicklit-Roman „Was sich liebt, das rächt sich nicht“. Und aufgrund des überwältigenden Leserfeedbacks war für uns klar: das ist es, was wir auch weiterhin machen wollen.
Inzwischen schreiben wir hauptsächlich in den Genres romantische Fantasy sowie Kinder- und Jugendliteratur – und sind damit überglücklich, weil wir es einfach lieben, unsere Leser zum Lachen und Seufzen zu bringen!


Wie macht ihr das mit dem Schreiben als Duo? Wenn der Plot steht, teilt ihr auf, wer welchen Part schreibt? Ich hab ja jetzt schon einige Bücher von euch gelesen, aber ich finde nicht raus, wie ihr das macht. Liegt vielleicht auch daran, dass ihr von Anfang an als Duo schreibt und nicht wie andere Autoren, die ich einzeln kennen lernen und dann im Doppelpack lesen durfte *grübel
Ulli: Ja, also du hast das auf den Punkt gebracht! Nachdem unser Plot steht, teilen wir uns die Kapitel ganz nach Lust und Laune untereinander auf.
Carmen: Richtig. Meist hat jeder von uns ohnehin eine Präferenz, und dann wird einfach geschrieben.
Ulli: Wir haben jetzt schon öfter das Feedback bekommen, dass sich unsere Bücher wie aus einem Guss lesen und erklären uns das auch so, weil wir von Anfang an auf diese Weise miteinander gearbeitet haben und gar nichts anderes kennen.
Carmen: Ja, und es macht wirklich viel Spaß!
Ulli: Absolut.


Ihr seid seit 22 Jahren befreundet, habt ihr euch immer vertragen oder wolltet ihr die Freundin auch manchmal auf den Mond schießen? Warum?
Carmen: Wie in jeder Freundschaft gibt es auch bei uns mal Meinungsverschiedenheiten oder Missverständnisse, auf die dann ein kurzes Gewitter folgt – doch im Großen und Ganzen geht es bei uns eigentlich erstaunlich harmonisch zu.
Ulli: Das stimmt. Dafür, dass wir so viel Zeit miteinander verbringen, streiten wir wirklich nicht oft. Und wenn, dann lässt es sich meist immer schnell aus der Welt schaffen.


Insgesamt sechs Kinder, wie teilen die sich auf? Jede drei? Vertragen die sich so gut wie die Mütter oder sehen sie sich gar nicht? Eure Männer, machen die euren schrägen Humor mit?
Carmen: Ich habe zwei Kinder und da wir so weit voneinander entfernt wohnen, sehen sich unsere Kids leider nur über Skype.
Ulli: Ja, was wirklich schade ist. Aber vielleicht wird sich das in Zukunft ja noch ändern.
Carmen: Und was unsere Männer betrifft: die mögen unseren Humor sehr gerne



Ganz herzlichen Dank ihr Zwei, dass ihr euch für die Folgefragen dann doch noch die Zeit genommen habt einzeln zu antworten, wobei ich mir vorstellen kann, dass eine von euch einen Satz anfängt und die andere den zu Ende bringt.

Wir sehen uns und ich freu mich darauf, spätestens im Oktober auf dem Sofa.