Montag, 1. August 2016

Neue Bücher --> Kristallseelen


Die erste Neuerscheinung, die ich euch vorstellen möchte ist von Marlies Lüer. Kennt ihr nicht? Müsst ihr ändern, unbedingt, klickt einfach auf das Bild.

Ich habe bisher ihre zwei Lindenhausromane gelesen und steige nun in ihre Fantasygeschichten ein, ihr neuestes Werk "Kristallseelen" ist schon auf dem Kindle gelandet.

http://silberworte.de


Lesepröbchen gefällig?

„Nun komm schon her und sei nicht so schüchtern!“
Sie weiß, dass ich hier bin? Es war Andro sehr, sehr peinlich und prompt wurden seine Wangen noch röter. Dennoch schlenderte er zu ihr hinüber und tat so, als ob nichts gewesen wäre. Irgendwie war er jetzt froh, dass sie sich was übergezogen hatte. Und gleichzeitig bedauerte er es. Er überspielte sein kleines Unbehagen mit einer Frage, die hoffentlich belanglos war.
„Was war das in der Schale? Das riecht so gut.“
„Damit waschen Waldleute ihr Haar. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, aber die Basis ist dieselbe. Du brauchst dafür Quellwasser, einige Kräuter und Pilzpulver. Und die Geheimzutat.“
Andro machte ein fragendes Gesicht. Wollte sie ihn auf den Arm nehmen? Jeder normale Mensch nahm einfach die Schaumblüten von der Wiese zum Haare waschen. Wenn man sie überhaupt wusch. Im Sommer die frischen und im Winter eben die getrockneten Blüten.
„Und die wäre?“
Faheeli strahlte ihn an. Er konnte das nicht wissen, aber wenn ein Mädchen des Waldvolkes ihr eigenes Haarwasser zusammenstellte, dann war das der erste Schritt in ein gem„Nun komm schon her und sei nicht so schüchtern!“
Sie weiß, dass ich hier bin? Es war Andro sehr, sehr peinlich und prompt wurden seine Wangen noch röter. Dennoch schlenderte er zu ihr hinüber und tat so, als ob nichts gewesen wäre. Irgendwie war er jetzt froh, dass sie sich was übergezogen hatte. Und gleichzeitig bedauerte er es. Er überspielte sein kleines Unbehagen mit einer Frage, die hoffentlich belanglos war.
„Was war das in der Schale? Das riecht so gut.“
„Damit waschen Waldleute ihr Haar. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, aber die Basis ist dieselbe. Du brauchst dafür Quellwasser, einige Kräuter und Pilzpulver. Und die Geheimzutat.“
Andro machte ein fragendes Gesicht. Wollte sie ihn auf den Arm nehmen? Jeder normale Mensch nahm einfach die Schaumblüten von der Wiese zum Haare waschen. Wenn man sie überhaupt wusch. Im Sommer die frischen und im Winter eben die getrockneten Blüten.
„Und die wäre?“
Faheeli strahlte ihn an. Er konnte das nicht wissen, aber wenn ein Mädchen des Waldvolkes
einsames Leben. Vorausgesetzt, der Duft gefiel dem Jungen. Und das erhoffte sich Faheeli.

„Ich wählte die Mondblume.“
„Riecht gut“, erwiderte Andro gönnerhaft. Er nahm eine ihrer Haarsträhnen und presste seine Nase hinein. „Mmhhh … so gut!“ Je länger er daran schnupperte, umso seliger wurde sein Gesichtsausdruck. „Mondblumen? Kenne ich nicht. Aber du bist schön wie das Mondlicht in einer Sommernacht.“ Im hintersten Winkel seines Hirns meldete sich eine leise Stimme, verwundert darüber, dass er poetisch wurde, dass er überhaupt die Fähigkeit besaß.
„Es war so schön, dass du mich die ganze Nacht im Arm gehalten hast. Du bist der Erste, der den Schlaf mit mir teilte. Wärest du ein Junge des Waldvolkes, würde dies bedeuten, dass du zur Familie gehören möchtest.“
„Wärest du ein Mädchen meines Dorfes, würde ich im Herbst den Reigen mit dir tanzen wollen.“
Andro sprach die Worte aus, ohne vorher nachzudenken. Für einen Moment war er erschrocken über seine Forschheit. Den Reigen zu tanzen, das war ein ernstgemeintes Eheversprechen. Ihm dämmerte, dass das Teilen des Schlafes für Faheeli denselben Stellenwert hatte. In der Tat sehnte er sich nach ihrer Nähe. Es war so verrückt! Sie kannten sich kaum und … sie war möglicherweise gefährlich!

Macht Lust auf mehr? Als E-Book und Taschenbuch erhältlich, wobei letzteres schöne Innenillustrationen enthält (sagt die Autorin )

Übrigens hat Sabana ein ganz tolles Interview mit Marlies Lüer gemacht, nachzulesen bei http://buchjunkie.de/

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