Mittwoch, 10. August 2016

Rezension --> Kirsten Wendt & Marcus Hünnebeck - Die Versuchung und das Meer


 
Ein krönender Abschluss der Sommer-Reihe über sieben Sünden ist dem Autorenduo da gelungen.
 
Das Thema Wollust ist voll getroffen und die beiden haben es geschickt untereinander aufgeteilt (denke ich zumindest, denn genau so und nur so, wie ich mir das einbilde, würde es passen). Von Kirsten stammen die Kapitel, die Alex in der Ich-Form erzählt. Sie ist Privatdetektivin und bekommt die Kreuzfahrt von einer Mandantin bezahlt, deren Verlobten sie überwachen soll. Dieser Verlobte ist Marlon, ein Schriftsteller, der mit Fantasygeschichten bekannt wurde, inzwischen aber unter einem Pseudonym ganz andere Bücher herausgibt. Seine Sichtweise ist ebenfalls in der Ich-Form von Marcus - denke ich - verfasst.
 
Logisch, dass die zwei sich näher kennenlernen, auch wenn das anfangs nicht im Sinne von Alex ist, denn sich mit dem Bewachungsobjekt einzulassen ist nicht sehr professionell. Doch sie kann nicht widerstehen, nachdem sie an zwei aufeinanderfolgenden Abenden beobachtete, wie Marlon zwei verschiedene Frauen *abschleppte*, die beide am kommenden Morgen nicht nur absolut nichts mehr mit ihm zu tun haben wollten, sondern ihm sogar aus dem Weg gingen.
 
Eine tolle Geschichte, die den Sommer ausklingen lässt, wie der Leser sich das wünscht und wunderbar umgesetzt wurde von Kirsten und Marcus. Eine lockere Schreibe, die nicht vermuten lässt, dass die zwei erst so kurz miteinander arbeiten. Außerdem haben die zwei mich neugierig gemacht, was sie sonst noch so veröffentlicht haben und ich hab mir mal den kürzlich erschienenen Thriller runtergeladen. Neugierig bin ich allerdings auch, ob meine Gedankengänge bezüglich der Aufteilung richtig sind und werde Nachforschungen anstellen ;)
 
Was kann ein Autor, oder gar zwei mehr wollen als den Leser neugierig zu machen? Identifikation mit den Protagonisten wäre noch was, gut, die haut bei mir nicht ganz hin im Bezug auf diese Sünde, aber wohl gefühlt hab ich mich trotzdem, denn wenn sie genauer ausgeführt worden wäre, die Wollust, hätte ich wahrscheinlich den Kindle zugeklappt. Also auch dafür ein dickes Danke von mir.
 
Und weil natürlich auch die Crew nicht unerwähnt bleiben darf .... aber das müsst ihr selber lesen und ich rate euch einfach, lest alle sieben Geschichten, denn das Gros war einfach sommerlich leicht und für Zuhausegebliebene ein toller Urlaub. In diesem Sinne an alle Autoren ein herzlicher Dank für die Idee und die Umsetzung und speziell für Kirsten und Marcus nun fünf Chaospunkte
 
 

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