Dienstag, 2. August 2016

Rezension --> Medusa Mabuse - Chandni - Destiny? Ihre Liebe begann im Traum





Chandni ist ein beliebter indischer Vorname und bedeutet Mondlicht. Kann Mondlicht Schicksal sein? Und wie ist es möglich sich im Traum zu finden und lieben zu lernen? All diese Fragen tauchten in meinem Kopf auf, als ich diesen Titel las. Noch dazu von einer Autorin, die ich als Thriller schreibende kennengelernt habe.
 
Dann fing ich an zu lesen und wollte gar nicht mehr aufhören, so faszinierend ist die Geschichte von Adrianna und Siddharth, die sich bereits als knapp Siebenjährige in ihren Träumen kennenlernen. Immer wieder und jahrelang begegnen sie sich, die Europäerin und der Inder in ihren Sehnsüchten und werden mit einigen Zeitsprüngen erwachsen, denn nicht nur diese verbinden sie, sondern auch beider Liebe zum Tanz ist ihnen gemeinsam. Allerdings weiß keiner den wahren Namen des anderen, denn immer wenn sie sich danach fragen endet die Träumerei.
 
Adrianna lebt bei ihrer Großmutter und als diese stirbt und viele Geheimnisse mit sich nimmt, lernt sie Teile ihrer Verwandtschaft kennen, von denen sie bis dahin keine Ahnung hatte. Gezwungen erwachsen zu werden, zweifelt sie immer mehr an der Liebe zu dem ihr doch Unbekannten und heiratet, während Siddharth weiter an die Bindung glaubt, aber die Gedanken an seine Vertraute aufgeben muss, weil sie unerreichbar ist für ihn.
 
Irgendwann begegnen sie sich im realen Leben und können es kaum fassen, nun tatsächlich voreinander zu stehen. Hat die Liebe die Zeit und ihre Widrigkeiten überdauern können? Schaffen es die beiden nun ein gemeinsames Leben zu führen?
 
Medusa hat auf eine wundervolle Art eine liebevolle Geschichte erzählt, die noch nicht zu Ende ist. Ich habe mit den beiden Protagonisten geträumt, das wahre, nicht immer nachahmenswerte Leben geführt und mich gefreut, als sie sich endlich in echt getroffen haben. Auch wenn dann noch lange nicht alles gut war, aber auch darüber lassen die Schreibe der Autorin in ihrem Debüt hinwegsehen, denn sie verpackt auch Unannehmlichkeiten so, dass der Leser sie als *normal* hinnehmen könnte, wären da nicht ab und an Ausflüge in das Dasein der späteren Thriller Schreiberin ;). Wobei diese *Ausrutscher* durchaus in die Geschichte passen, denn schließlich prallen zwei Kulturen aufeinander.
 
Ich habe mich in beiden Kulturen mittendrin statt nur dabei gefühlt und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Aber erst greife ich noch ganz tief in meine neue Kiste und hole für diese etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte fünf glänzende Chaospunkte raus.


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