Sonntag, 4. September 2016

Rezension --> Simone Trojahn - Mörderherz



Ron, von der Mutter verlassen, den Großeltern verprügelt und lieblos behandelt, entwickelt ein seltsames Eigenleben, mit dem ihm selber gar nicht so richtig wohl ist, aber er kommt nicht dagegen an.
Als er Sophie kennen lernt und sie ihr altes Leben aufgibt, um bei ihm in der Stadt zu bleiben, meint er, seine Dämonen überlistet zu haben, doch er soll sich täuschen.

Simone hat hier ein grausiges Szenario geschaffen, das nicht immer leicht zu verstehen ist.
Manche Kapitel lesen sich flüssig, andere lassen den Lesefluss stocken. Ron scheint teilweise ein ausgereifter Erwachsener zu sein, andererseits ein in seiner Entwicklung steckengebliebener Jugendlicher.
Natürlich hatte er eine - ich muss es so drastisch ausdrücken - beschissene Kindheit und ich habe so manches Mal über die Großeltern den Kopf geschüttelt, aber jeder Mensch hat es selber in der Hand, etwas aus seinem Leben zu machen und gerade, wenn man mit sich selber nicht zufrieden ist, sollte ein Schlussstrich gezogen werden und man sollte zu dem stehen, was man getan hat und nicht so weitermachen.

Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von dieser Geschichte halten soll und vergebe drei Chaospunkte.

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