Donnerstag, 27. Oktober 2016

Rezension --> Ilse Campbell - Tikwa heißt Hoffnung


Gespannt wie das Leben von Susanne, die nach meinen Rechnungen ungefähr mein Alter haben müsste, im Kibbuz Ende der 70 Jahre abläuft habe ich mich auf dieses Buch gestürzt.

Nach dem Abitur sucht die Protagonistin erst einmal ein etwas anderes Leben als ihre Mitschüler und geht als Volontärin nach Israel. Dort lernt sie einen Kibbuzim kennen und verliebt sich in ihn, was durchaus auf Gegenseitigkeit beruht, auch wenn Schalom bereits eine Freundin hat. Er beendet diese Beziehung und Susanne bleibt bei ihm. Sie bekommen eine Tochter und sind glücklich, bis Schalom in den nächsten Krieg ziehen muss und vermisst gemeldet wird. Susanne gibt die Hoffnung nicht auf und Schalom kehrt tatsächlich zu ihr und der Tochter zurück, ist aber schwer traumatisiert.

Ganz ehrlich? Ich hatte mir mehr von diesem Buch versprochen, der Lesefluss wird durch die Zeitsprünge vollkommen ausgebremst, denn es dauerte immer einige Seiten, bis ich wieder wusste, wann es gerade spielt. Mal war Susanne in der Vergangenheit, zu Zeiten als sie Schalom kennenlernte und das Leben im Kibbuz schilderte, im nächsten Kapitel war sie in der Gegenwart und genau so ging es, wenn Schalom der Berichterstatter war.
Auch die im Klappentext angekündigte Ironie konnte ich nicht finden, so dass ich eher enttäuscht war, als ich am Ende angelangt war. Zwar sind die Charaktere der Hauptdarsteller sehr gut herausgearbeitet und auch die Sprache ist durchaus nicht aus der Zeit, in der die Geschichte spielt, aber mehr als drei Chaospunkte kann ich nicht aus meiner Kiste holen.

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