Montag, 3. Oktober 2016

Rezension --> Klaus-Peter Wolf - Ostfriesenschwur


Ich liebe Ostfriesland und ich liebe die Krimis von Klaus-Peter Wolf, trotzdem stand der zehnte Band länger bei mir, ehe er nun doch ganz laut rief, er möge nun sofort gelesen werden. Und wie immer in solchen Fällen hab ich mich geärgert, ihn nicht früher in die Hand genommen zu haben.

Inzwischen ist Ubbo Heide pensioniert, denn die Verletzungen aus dem Fall vorher haben ihm ein Leben im Rollstuhl beschert. Was aber ein echter Kriminaler ist, der kann die Finger nicht von neuen Verbrechen lassen. Vor allem, wenn er einen abgetrennten Kopf zum Frühstück serviert bekommt,dank der Post und sein altes Team ihn immer noch als *Chef* bezeichnet, was es dem neuen Leiter der Abteilung nicht einfacher macht sich einzubringen.
Wer aber ist derjenige, der nicht nur diesen einen Kopf vom Körper trennte, sondern auch noch einen zweiten?
Muss ein Maulwurf in den Reihen der Kripo gesucht werden, der dem Täter Internas weitergibt?
Oder hat es doch etwas mit dem Buch über die ungelösten Fälle des ehemaligen Chefs zu tun?

Klaus-Peter schreibt einfach mitreißend, geheimnisvoll und fesselnd und wird von Buch zu Buch besser. Wobei diese auch immer dicker werden, wie ich an meiner Sammlung feststellen konnte. Allerdings ist das kein Hinderungsgrund seine Werke zu lesen, hat der Bücherfreund doch länger Vergnügen an den Geschichten um und mit Ann Kathrin Klaasen und ihrem Team.
Es ist immer wieder schön zu entdecken, dass Ann Kathrin und Weller trotz ihrer Differenzen immer noch zusammen sind, dass Rupert weiter das Arschloch (sorry) ist, das er bereits im Ostfriesenkiller war und wie fest das Team inzwischen zusammen gewachsen ist.
Gerne fahre ich beim Ermitteln an Orte, die ich selber schon besucht habe, laufe mit den Protagonisten am Strand entlang und atme die Nordseeluft. Hoffentlich hört der Autor so schnell nicht auf zu schreiben und ganz fest drücke ich mir selber die Daumen, dass ich ihn endlich mal auf einer Lesung erleben kann, vielleicht beim nächsten Buch, beim Schwur war ich ja schon ganz nahe dran.

Fünf Chaospunkte hole ich aus meiner unerschöpflichen Kiste.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen