Mittwoch, 12. Oktober 2016

Rezension --> Markus Hünnebeck, Kirsten Wendt - Opferraum


Drei Protagonisten, die abwechselnd aus ihrer Sicht die Geschichte um einen Opferraum erzählen. Der Raum ist schalldicht isoliert, ohne zu öffnendes Fenster, fest verschließbar und in der Wohnung des einen Akteurs eingebaut. Natürlich von ihm selber, denn kein Handwerker würde ein Zimmer so umgestalten.
Doch von wem und warum wird die weibliche Hauptrolle dahin verschleppt?
Ist der Entführer ein Irrer?
Oder macht er mit ihrem Ehemann, der eine Affäre hat und Gelder aus ihrer Firma, die er als Geschäftsführer leitet, veruntreut?

Dem Autorenduo ist da eine spannende Geschichte eingefallen, die zwar packend, aber für mich nicht faszinierend genug war. Die Hauptfiguren hätten gerne etwas mehr Pfiff haben können, sie waren mir zu oberflächlich.
Delia, als Dummchen dargestellt, wacht plötzlich aus ihrem *reiche-Tochter-und-Ehefrau* - Status auf, was ihr aber nicht wirklich Persönlichkeit bringt, Gregor lügt und betrügt sowohl Frau als auch Geliebte und macht dadurch keinen guten Eindruck und Samuel ist einfach ein armer Mensch, der sich die Welt so zurechtbiegen will, wie er sich darin wohlfühlt.
Trotzdem liest sich das Buch vom Stil her gut, die unterschiedliche Sichtweise vermeidet Langeweile, aber ich kann dessen ungeachtet nur drei Chaospunkte aus meiner Kiste holen, es fehlt mir persönlich einfach zu viel Tiefgang.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen