Sonntag, 9. Oktober 2016

Rezension --> Susanne Rößner - Nur einen Sommer lang


Als Krimiautorin hab ich sie neulich kennenlernen dürfen, die Susanne, aber sie kann auch anders. Obwohl der nicht ganz außen vor bleibt, denn ohne kann das >>Münchner Kind<< anscheinend nicht. So setzt sich die Berlinerin Laura im bayerischen Exil an ihr Laptop und schreibt einen.

Doch wie kommt Laura nach Bayern, auf eine einsame Alm? Tja, das ist eine lange Geschichte, die mit einer anzutretenden Erbschaft, ihrer Oma, dem 2. Weltkrieg, einer jahrzehntelangen Feindschaft und einer atemberaubenden Landschaft zu tun hat.

Die Liebe zu dieser ihrer Heimat spricht aus jedem Wort der Autorin und so kann es nicht ausbleiben, dass auch die Großstadtpflanze Laura sich in die Ruhe und Gemütlichkeit der Valepp verliebt und sich rundum wohlfühlt in der eventuellen neuen Heimat.
Aber nicht nur in die Alm und das Drumherum verliebt sie sich, sondern auch in ihren abweisenden Nachbarn. Trotzdem oder gerade deswegen muss die Berliner *Feuerwehr* in Gestalt ihrer besten Freunde mehrmals herhalten, denn die uralte Feindschaft ist nicht von heute auf morgen abzustellen.

Auch im Genre der Belletristik ist Susanne lesenswert, sehr lesenswert, am Ende standen mir sogar die Tränen in den Augen, so traurig war es. Das soll euch aber nicht abhalten, das Buch zu lesen, denn es ist amüsant und ihr bekommt Einblick in eine sehenswerte Ecke Deutschlands, auch dialektmäßig müsst ihr keine Bange haben, mehr als zwei, drei Sätze sind nicht im *gscherten* bayerischen und/ oder frechen Berliner Slang enthalten. Also deutschlandweit verständlich ;)
Fünf ganze Chaospunkte bekommt Susanne von mir.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen