Samstag, 5. November 2016

Rezension --> Rubi Khen - Plötzlich ohne dich, Aus der Trauer zu neuem Leben


Rubi berichtet in ihrem Debütroman, der dieses Jahr überarbeitet neu veröffentlicht wurde von etwas, was einer Mutter niemals geschehen sollte. Nämlich dem Tod ihres Kindes.
Ihre Tochter ist leider viel zu früh, mit gerade mal drei Jahren verstorben aufgrund eines häuslichen Unfalls, der viele Fragen aufgeworfen hat, die alle mit *Warum* begannen.
Wie sie und auch ihre Familie, so weit sie es erfassen konnte, mit diesem Verlust weiterleben konnten und können, welche Wege sie suchte, um mit der Trauer und dieser wunden Stelle in ihrem Herzen umzugehen, beschreibt sie ehrlich und authentisch, zeigt Wege auf, um anderen Betroffenen Möglichkeiten zu geben, mit eigenen Lücken im Leben klar zu kommen.

Selber Mutter von drei, inzwischen erwachsenen Kindern, konnte und kann ich mir nicht vorstellen, eines meiner Kinder durch den Tod zu verlieren. Eltern sollten nie nach ihrem Nachwuchs den letzten Gang antreten müssen, auch wenn ich in letzter Zeit in Todesanzeigen vermehrt die von Kindern und Jugendlichen, die ihr Leben noch vor sich hatten, lesen muss.
Auch wenn der Tod zum Leben gehört, ist es doch für jeden Menschen schwer, einen geliebten Angehörigen gehen lassen zu müssen, wie schwer muss es dann erst sein, ein kleines Kind *zurückzugeben*?
Doch auch wenn es kein Kind ist, um das der Leser trauert, kann Rubis Buch eine Hilfe sein, um mit der Betrübtheit existieren zu können. Natürlich sind nicht alle dargestellten Möglichkeiten für jeden Menschen annehmbar, doch jeder möge das mitnehmen - wie immer und überall im Leben - was für ihn akzeptabel und durchführbar ist.
Ich habe noch ganz viele Gedanken, über die ich mich gerne austauschen würde und werde das auch tun, indem ich den Kontakt zu der Autorin suche. Sie hat meine volle Anteilnahme und ich bewundere sie für ihre Offenheit, daher fünf Chaospunkte.

1 Kommentar:

  1. Hallo Gabi,

    nein sowas möchte keine Mutter erleben...das erinnert sich an ein junges Pärchen das beide zusammen mit knapp 16 Jahren sich von einen Hochhaus gestürzt haben.

    Ich kannte das Mädel vom Tischtennis spiel in unserem Verein und besuche auch noch öfters das Grab des Mädels...

    Keiner weiß wieso und warum...einzig man vermutet das der Junge etwas depri war.....aber dann gleich beide...

    Immer noch unfassbar ...da bekommt man eine ganz andere Einstellung mit seinen, eigenen Kids, wenn sowas passiert.....war und ist zumindest bei mir so....

    LG..Karin...

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