Sonntag, 4. Dezember 2016

Rezension --> Thomas Pyczak - Ende der Welt


Vor 25 Jahren beschließt André eine Auszeit vom Studium zu nehmen und Nord- und Südamerika zu erkunden. Am *Ende der Welt*, im tiefsten Süden Argentiniens, in Ushuaia verschwindet er von einem Tag auf den anderen.

Jan, sein Sohn, kommt 22 Jahre später im Rahmen einer Kreuzfahrt ebenfalls in Ushuaia an und auch er ist plötzlich unauffindbar.

Stella, ehemalige Freundin von André und Mutter von Jan ist mit letzterem angekommen und keineswegs bereit alleine abzureisen, wie sie es vor vielen Jahren getan hat, als sie wegen André schon einmal in Feuerland war.

Gelingt es ihr, ihre beiden Männer zu finden?
Mit ihnen nach Hamburg zurück zu kehren?
Oder muss sie für immer alleine leben?


Thomas hat hier ein nachdenklich machendes Buch geschrieben, sehr anschaulich beschreibt er die Stadt mit ihrem Umland, so dass ich teilweise dachte, ich befinde mich tatsächlich dort. Karg, windumtost und selten dunkel lebt der Ort von Touristen, was das Verschwinden der Männer um so unerklärlicher macht, waren sie doch nichts anderes als Reisende.

Spannend beschreibt der Autor zunächst Andrés Eindrücke von dessen ersten Tagen in Ushuaia, im zweiten Teil aus Stellas Sicht und im dritten Abschnitt die Suche von Stella, so dass es keine Minute langweilig wird beim Lesen.

Außerdem macht das Buch große Lust darauf, mehr von diesem Autor zu lesen, denn alle seine bisherigen Bücher beruhen auf eigenen Reisen zu den Zielen, von denen er schreibt. Volle fünf Chaospunkte.

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