Sonntag, 1. Januar 2017

Rezension --> Christina Unger - Ein Hauch von Sehnsucht


Victoria und Oliver sind verlobt, allerdings sehen sie sich selten, denn Oliver ist Reisejournalist und kaum zuhause angekommen, schon wieder am Koffer packen. Mit der Treue nimmt er es während seiner Reisen auch nicht so genau, wie Victoria das gern hätte.
Da lernt sie über Freunde den Argentinier Ramon kennen und heiratet ihn kurzentschlossen, allerdings nur zum Schein, damit er - der eine bewegte politische Vergangenheit in seinem Heimatland und Paraguay hat - in den USA bleiben darf. Als Ramon seine Mutter in Paraguay nicht alleine sterben lassen will, begleitet sie ihn und steckt mitten in einem Putsch fest.


Spannend erzählt hier Christina eine Geschichte mit viel Hintergrundwissen, wobei sie im Prinzip zwei Geschichten erzählt: die von Victoria in Paraguay und die von Oliver in Afrika und Alaska. Beide Dramen, denn anders können die Lebensabschnitte der beiden nicht genannt werden, sind mitreißend und haben mich oft nach Luft schnappen lassen, wobei es mir manchmal sogar etwas zu viel wurde. Die Hälfte davon wäre ausreichend gewesen für mein Empfinden. Nichtsdestotrotz konnte ich mich kaum losreißen, auch wenn der nächste Schicksalsschlag schon fast vorhersehbar war.

Im Großen und Ganzen ein fesselndes und gut geschriebenes Buch, das ich Lesern, die nicht genug bekommen vom Unglück anderer Menschen durchaus empfehlen kann.


Vier Chaossterne

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