Sonntag, 22. Januar 2017

Rezension --> Claudia Kuhn - Über dem Abgrund


„Du wirst schon sehen, was du davon hast, du wirst schon sehen!“

Viele Jahre musste Jack in einem katholischen Waisenhaus leben und hat dort Sachen erlebt, die ein Kind nicht erleben sollte. Sie bestimmen sein Erwachsenenleben und er rächt sich, indem er wertwolle Dinge im Auftrag aus Kirchen stiehlt.  Dabei lernt er Schwester Karen kennen, eine Nonne, die auch keine leichte Kindheit hatte und als Betreuerin in einem anderen Waisenhaus tätig ist. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und irgendwann machen sie gemeinsame Sache.


Ich tat mich schwer am Anfang, denn ich konnte den Zusammenhang nicht packen, doch so bald der in meinem Kopf angekommen war, wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Abgründe taten sich auf, die keineswegs aus der Luft gegriffen sind, wie sich inzwischen herausstellte, auch wenn diese Geschichte in Amerika spielt. Leider, denn es wäre für viele Kinder besser, wenn dieser Roman tatsächlich komplett frei erfunden wäre.

Claudia hat einen flüssigen Schreibstil und meine Einstiegsprobleme machten mich nur um so neugieriger, kein einziges Mal hatte ich den Gedanken im Kopf, das Buch abzubrechen (was schon mal passiert, wenn ich nicht in die Thematik eintauchen kann), was für die Autorin spricht, die mit ihrem Debüt ganz oben mitspielen kann. Fünf Chaospunkte von mir.


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