Mittwoch, 11. Januar 2017

Rezension --> Silvia Konnerth - Törtchen zum Verlieben


Die angehende Redakteurin Victoria hat einen schwierigen Auftrag erhalten von ihrem Chef. Sie soll die Millionärswitwe Leonore von Himmelsthal interviewen. Diese jedoch hat sich seit dem überraschenden Tod ihres Mannes vollkommen zurückgezogen, so dass Victoria zu einem Trick greifen muss. Dass sie sich damit Stolpersteine en masse in den Weg legt, weiß sie, aber sie will das Interview, denn das ist der Freifahrschein zum Job als Redakteurin.


Mein erstes Buch von Silvia, aber nicht mein Letztes, die beiden Vorgängerromane sind schon auf dem Kindle, auch wenn ich dann ihre schreibtechnische Entwicklung von hinten aufrolle. Aber ich denke, wer beim dritten Roman so schreibt, wie sie es getan hat, kann vorher nicht viel schlechtere Geschichten erzählt haben, ich lass mich überraschen.
Doch nun zu den "Törtchen", sie führten mich - abgesehen von meinem ständigen Heißhunger auf Süßes - in mein geliebtes Hamburg und dann auch noch nach Winterhude, einen der für mich tollsten Stadtteile und es gab Turrón, das ganze Jahr über, die ich allerdings dann doch lieber in Andalusien vertilge, wohin ich mit den Protagonisten auch reisen durfte. Granada, die engen Gässchen, ich erinnere mich gut daran und an das leckere Eis in der Nähe von *Isabel la Católica*. Und auch wenn ich die Orte kenne, an denen die Geschichte spielt, wäre das nicht nötig gewesen, denn Silvia hat eine bildhafte Schreibe, so dass ein wundervoller Film in meinem Kopf ablief, in dem ich mich richtig rundum wohlfühlte. Das einzige Manko: Er war zu kurz.

Wer also ein bisschen Sonne genießen, spanische Lebensart kennenlernen, Steine wegräumen und herrliche Protagonisten erleben will, die alle ein kleines Geheimnis haben, dem kann ich die Törtchen wärmstens empfehlen. Ihr könnt sicher wie ich schmunzeln, den Kopf schütteln und einfach dabei sein, fünf Chaospunkte von ganzem Herzen

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