Dienstag, 28. Februar 2017

Rezension --> Jo Berger - Leonardos Zeichen


Leonardo, Halbitaliener erbt sein ehemaliges Elternhaus in Kalabrien.

Anna, die er kurz vor dem geplanten Umzug erst kennenlernte, verspricht ihm, baldmöglichst nachzukommen.

Frau Wahlberg, Annas Mutter, will nicht, dass ihre Tochter soooo weit weg zu den *Spaghettifressern* umzieht

und

Marc, Annas Exfreund, der sie lange genug an der kurzen Leine hielt, will sie auf jeden Fall zurückhaben.

Dazu kommen noch etliche Freunde und auch Fremde, die ein Schild samt Inschrift, das Leonardo als Willkommensgruß für Anna bastelte und über die Haustür hing, wörtlich nehmen und den beiden frisch Verliebten kaum Zeit für einander lassen.

Kann das gut gehen?


Eine heitere, aber auch nachdenklich machende Geschichte von Jo, in der ich sofort bei Anna war, die gerne jeder Auseinandersetzung aus dem Weg geht.

Oder ging in ihrem Leben vor Leonardo?

Denn plötzlich, vor allem, nachdem sie seinen Gruß auf besagtem Schild gelesen hat, ist sie wie umgewandelt und kann ihr Dasein genießen. Sie erinnert sich an Sprüche der Oma wie

>>Finde den Mann, der dich mit Liebe betrachtet, wenn du schläfst.<<


oder von Opa


>>Erwarte nichts, dann wirst du auch nicht enttäuscht werden.<<


Gepackt hat mich die Autorin schon mit dem Gedicht von Erich Fried 


quasi als Entrée ins Buch und nicht mehr losgelassen mit vielen kleinen Aussagen und Handlungen - vor allem von Anna - die mir von Seite zu Seite sympathischer und liebenswerter wurde.

Alles in allem ein rundum gelungenes Buch, das den Leser entführt und heilt, denn wie habe ich neulich entdeckt:

>>Lesen hält gesund, so das Ergebnis einer Studie<<

gerade in meinem Alter *lach

Und da sind Jos Bücher bestens geeignet, natürlich auch für jüngere Leser. Ich freue mich jedenfalls schon auf das Nächste von ihr und verpasse ihr - wieder einmal - fünf Chaospunkte

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen