Sonntag, 9. April 2017

Rezension --> Katrin Rohde - Lindenallee


Paula, Anfang 30 ist zutiefst von ihrem Lebenspartner enttäuscht worden und kehrt in ihre Heimatstadt zurück. Beruflich kein Problem, denn ihr Arbeitgeber hat dort eine Filiale, wohnungstechnisch klappt es auch sehr schnell, denn ihre Eltern haben für sie die Besichtigung erledigt und gefühlsmäßig ... naja ... sie will vorerst von Männern eh nichts mehr wissen. Schnell wird sie in dem Vier-Familien-Haus in die bestehende Gemeinschaft integriert und lernt in Magarete eine liebevolle Frau kennen, die ihre Großmutter sein könnte. Bald verbindet die beiden unterschiedlichen Frauen mehr als nur die gemeinsame Adresse und Paula lauscht angespannt und neugierig Magaretes Liebes- und Lebensgeschichte. Sie selber lernt schneller, als ihr lieb ist, einen Mann kennen, der sich bereits beim zweiten (zufälligen) Treffen in sie verliebt, während sie zurückhaltend und vorsichtig ist. Schafft sie aber nicht lange.


Zunächst möchte ich sagen, dass ich anscheinend die überarbeitete Version auf meinem Reader liegen hatte, auch wenn sie da schon etwas eingestaubt war. Meine Adleraugen konnten nämlich außer einigen wenigen Rechtschreibfehlern, die ich in jedem Buch lesen kann, keine finden, sodass mein Lesefluss keineswegs gestört war. Und der war durchaus vorhanden, der Lesefluss, denn ich finde den Schreibstil von Astrid fesselnd und ich habe mich mit Paula und Magarete sehr wohl gefühlt, in beiden Geschichten, auch wenn Paula tatsächlich in manchen Situationen sehr naiv rüberkam. Das kreide ich allerdings mehr den Eltern als ihr selbst an, denn auch wenn Kinder immer Kinder sind und bleiben, sollten die Eltern doch irgendwann loslassen und nicht jeden Handgriff hinterfragen oder helfend unterstützen. Magaretes Geschichte jedenfalls hat mich zutiefst berührt und ich habe so manches Tränchen beim Lesen vergossen. Ohne Frage vier Chaospunkte.

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