Sonntag, 9. April 2017

Rezension --> Lena Klassen - Wild


Eine wöchentliche Injektion bekommen alle Einwohner in *Neustadt*, dadurch bleiben sie gesund, sind immer glücklich und haben absolut keine negativen Gedanken. Keine Wut, keine Trauer, keine Gewalt. Alle nehmen das hin bis auf Pi. Entweder wirken bei ihr die Injektionen nicht oder sie ist anders als die Anderen.
Aber *anders* zu sein ist nicht gut, denn diejenigen, die so sind, werden verbannt. In die Wildnis, die außerhalb des Zaunes liegt, der Neustadt umgibt. Dort gibt es Gewalt, Krankheit und schlechte Versorgung.
Eines Tages versagt bei einigen Menschen, darunter Pi, die Droge und sie steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung.



Zunächst war ich skeptisch, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, auch die ersten Seiten ließen mich noch zweifeln, ob ich mit diesem Buch warm werde, aber irgendwann hatte Lena mich gepackt, vor allem als das *Heititei* der Injektionen vorbei war und das wahre Leben begann. Ich tu mich halt etwas schwer, mit so Zukunftsvisionen, die eventuell durchaus vorstellbar sind, die ich allerdings garantiert nicht mehr erleben werde.
Weil allerdings die zweite Hälfte, die in der Wildnis für mich authentischer ist, als die erste, in der sauberen, glücklichen *Neustadt*, werde ich auch den zweiten Teil lesen, der demnächst als Wanderbuch bei mir eintreffen wird und bin gespannt, ob ich dann mehr als drei Chaospunkte vergeben kann. Denn auch das wunderschöne Cover tröstet nicht darüber hinweg, dass - für mich jedenfalls - zu viele Fragen  offen bleiben, in beiden *Welten*


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