Samstag, 20. Mai 2017

Rezension --> Antje Haugg - Mordsfreundin


Luisa, 16, kommt aus *geordneten* Verhältnissen, besucht das Gymnasium und hat liebe Eltern, die ihr viel Freiheit lassen.

Steph, auch 16, lebt in einer betreuten Wohngruppe, hat weder Job noch Aussicht auf einen, wurde als Kind sexuell missbraucht und von der Mutter ins Heim abgeschoben.


Zufällig lernen sich die beiden kennen und werden Freundinnen und Steph lernt dank Luisa und ihren Eltern auch, wie es ist in einer *richtigen* Familie zu leben.
Allerdings bleibt das nicht so, denn bei genauem Hinsehen gibt es mehr Schein als Sein.



Aufgrund des Titels und Covers sortierte ich in meinem (chaotischen) Kopf dieses Buch als Krimi ein. Wie erstaunt war ich, als es dann in den ersten zwei Dritteln um Freundschaft, Liebe und Familie ging. Allerdings durchaus lesenswert, denn die angesprochenen Themen sind aktueller denn je und die kriminellen Aspekte tauchten gegen Ende sowas von unerwartet auf (als ich schon gar nicht mehr damit rechnete), dass ich fassungslos mit dem Buch in Händen da saß.
Nicht alles, was nach Friede, Freude, Eierkuchen aussieht, ist tatsächlich so und Antje machte mich regelrecht sprachlos, als ich endlich wieder Luft bekam, mit dem Umbruch.
Nebenbei durfte ich wenigstens in Gedanken einige *fränggische* Worte aussprechen, wofür ich in meinem *Exil* immer belächelt werde, danke dafür, Antje. Mach weiter so, fünf Chaospunkte

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