Sonntag, 14. Mai 2017

Rezension --> Maria Braig - Spanische Dörfer, Wege zur Freiheit


La Manche oder Manso ist eine junge Frau, die sich auf den Weg nach Europa macht, weil sie meint, dort die Freiheit zu finden, die sie in Afrika nicht hat und nicht haben wird.
Henriqua oder Enrique hat Architektur studiert, findet aber in Spanien keine Arbeit und auch wegen seines *Geburtsfehlers* wenig bis keine Bestätigung, wandert aus nach München.
Leon ist der beste Freund von Enrique, weist Trisomie 21 auf und möchte Lehrer werden, denn nach seiner Meinung sind die Menschen *nicht normal*, die ein Chromosom weniger als er haben.


Alle drei wollen frei sein, frei um so zu leben, wie sie es sich vorstellen und einfach akzeptiert werden, wie sie sind, ohne diskriminiert oder diffamiert zu werden. Einträchtig sind sie auf der Suche.


Maria hat mit ihren *Spanischen Dörfern* ein Thema aufgegriffen, das aktueller nicht sein könnte, auch wenn sie im Nachwort sagt, dass

>>alles nicht so geplant war<<

Vielleicht hilft dieses Buch ein bisschen, vielleicht zeigt dieses Buch, wie es sein könnte, denn dass nicht nur in Spanien Landflucht unter der jüngeren Generation herrscht, ist eine nicht zu leugnende Tatsache.
Auch wenn es sich um einen Roman handelt, also nicht unbedingt um eine wahre Geschichte, kommt sie doch der Realität sehr nahe.

Schade nur, dass wahrscheinlich - wie so oft - die falschen Leute, nämlich die, denen das eh schon bewusst ist, das Buch lesen und versuchen zu helfen.

Der Schreibstil der engagierten Autorin ist einnehmend und wahrheitsliebend, ihre Themen brisant, ihre Bücher lesenswert. Fünf Chaospunkte


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