Samstag, 20. Mai 2017

Rezension --> Sybille F. Martin - Als Liebe verboten war, Licht der Liebe


Mitte des 19. Jahrhunderts hatten Männer als Familienoberhäupter das Sagen in der Familie, sie konnten Frauen und Kinder behandeln wie sie wollten und Liebe war nicht bekannt.
In dieser Zeit wächst Katharina auf und außer von einem anderen Leben zu träumen bleibt ihr nichts, um der Lieblosigkeit der Eltern zu entgehen. Sie möchte frei sein und selber über ihr Leben entscheiden können, doch der Vater hat schon lange einen Ehemann für sie ausgesucht.
Nach der Hochzeit erlebt sie dann, dass ihr nichts besseres hätte passieren können, denn ihr Mann liebt sie tatsächlich und die beiden erleben eine glückliche Zeit, bis Simon viel zu früh durch einen Unfall stirbt.
Zurück zu den Eltern will sie nicht, bei den Schwiegereltern nicht bleiben, so geht Katharina weit weg ins Kloster, um dort ihre von der Großmutter erworbenen Kenntnisse über Heilpflanzen und deren Wirkungen zu vertiefen. Auch ist es ein Traum von ihr, Kinder zu unterrichten, was ihr im Kloster ermöglicht wird.
Allerdings wird sie auch dort zu sehr von den Vorschriften der Kirche gegängelt und verlässt das Kloster nach vielen Jahren, um zunächst bei einer Freundin, die das Kloster lange vor ihr verlassen hat und ihrer Familie in Frankfurt unterzukommen. Sie findet Arbeit im Familienunternehmen, beginnt eine Affäre mit dem Sohn des Hauses und scheint endlich glücklich zu sein.

Ist sie das wirklich?


Einfühlsam erzählt Sybille die Geschichte eines Mädchens, das zur Frau heranwächst und dabei ihre Träume immer im Herzen bewahrt. Auch wenn sie vollkommen unzeitgemäß die Liebe kennenlernen darf, ist sie nicht zufrieden und von Herzen glücklich mit dem, was sie erleben darf.

Vollkommen unvorstellbar in der heutigen Zeit sind die *Zustände* von vor ca. 250 Jahren, die die Autorin dem Leser sehr ausdrucksvoll nahe bringt und trotz des unerwarteten Endes das Vieles offen lässt, sodass auf jeden Fall die Neugier auf den zweiten Band "Schatten der Liebe" geweckt wird, handelt es sich hier um eine durchaus lesenswerte Geschichte. Vier Chaospunkte von mir,

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